3 Wochen Rundreise durch Costa Rica für 979€ p.P. mit Flügen & Unterkünften

Nur wenige Länder in Mittel- und Südamerika lassen sich so einfach bereisen wie Costa Rica. Das gilt sowohl für Rundreisen mit einem Mietwagen als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Jahrelanger Vorarbeit von Millionen von Backpackern verdanken wir, dass man die meisten Busfahrpläne selbst bis in kleine Badeorte vorab online vom Sofa aus recherchieren kann. Aber auch, dass es offizielle Umsteigeverbindungen zwischen Bussen und Booten irgendwo am Rande des Regenwaldes gibt. Nicht zuletzt sprechen die Fahrer der meisten für Urlauber relevanten Busse zumindest so viel Englisch, dass sie euch erklären können, wie ihr zum Busbahnhof für die Weiterfahrt kommt. Und als Backup für komfortable Notfälle durchzieht ein Shuttle-Kleinbusnetz das ganze Land.

Um zumindest die wichtigsten Attraktionen zu sehen und auch ein paar gemütliche Tage am Strand zu haben, müsst ihr mindestens 3 Wochen einrechnen. Wer weniger Zeit hat, lässt am besten die Karibikküste im Osten weg und besucht nur einen Badeort im Westen statt zwei.

Als Beispiel, wie eine solche Reise aussehen könnte, haben wir euch Flüge und Unterkünfte rausgesucht, mit denen ihr auf 979€ pro Person bei Kostenteilung zu zweit kommt. Anders als ein Mietwagen fallen die Busse von den Preisen her kaum ins Gewicht beim Gesamtbudget. Deswegen könnt ihr so mehrere tausend Euro pro Person gegenüber einer pauschal gebuchten Rundreise sparen.

Kostenübersicht Beispielreise (pro Person)

Fragen und Anmerkungen zur weiteren Planung könnt ihr uns gern in den Kommentaren stellen. Alternativ übernehmen wir auch gern die Recherche und Organisation für euren Traumurlaub. Schreibt uns einfach eine Nachricht mit den Rahmenbedingungen.

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Günstige Flüge nach Costa Rica buchen

Costa Rica ist per Lufthansa nonstop von Frankfurt aus erreichbar, was natürlich der einfachste und komfortabelste Weg in der Economy dorthin ist. Mindestens 599€ müsst ihr dafür bezahlen. Weitere 100€ kommen für jedes Gepäckstück hinzu, dass ihr einchecken wollt. Ein Trolley in der Kabine ist zumindest weiterhin gratis.

Wem der Preis wichtiger als die Flugzeit ist, der spart zwischen 150 und 200 Euro bei KLM und Air France. Mindestens ein Umstieg in Amsterdam oder Paris, in der Regel aber noch ein zweiter in Panama verlängern euer Erlebnis an Bord deutlich. Auch hier kommen fürs Gepäck zusätzliche Kosten auf euch zu.

Preislich in der Mitte, aber nur mit einem Umstieg in Madrid, liegt Iberia. Die Flugzeit hängt dort aber stark davon ab, wie viel Umsteigeaufenthalt ihr je nach Zubringer in Spanien habt. Die Verbindungen über die USA sind ebenfalls nicht so günstig, dass es eine sinnvolle Alternative wäre.


Flugpreisvergleich:


Beispiel-Rundreise Costa Rica im Überblick

Obwohl Costa Rica von der Fläche her ein recht kleines Land ist, bieten die Ozeane im Osten und Westen, die Vulkanlandschaften im Zentrum und Norden, Regenwälder und eine fantastische Tierwelt fast unendlich viele Möglichkeiten. Natürlich hängt die Planung der optimalen Route auch von euren Vorlieben und Wünschen, und nicht zuletzt von der Reisezeit ab.

Wir haben versucht, eine Art „Best of Costa Rica“ in die 3 Wochen zu integrieren. Dadurch habt ihr zwar in der Regel nur 3 Übernachtungen in jeder Region, verpasst aber auch keins der Highlights.

Die komplette Route lässt sich mit öffentlichen Bussen fahren, was den Transport vor Ort sehr günstig macht. Die Fahrer sind Touristen ohne Spanisch-Kenntnisse gewohnt und helfen euch zur Not mit Händen und Füßen. Am einfachsten ist es aber, wenn ihr auf Umsteigevorgänge in der Provinz verzichtet und eure Fahrt am jeweiligen Busbahnhof startet. Dort spricht garantiert jemand Englisch und zeigt euch den richtigen Bus. Außerdem habt ihr so die besten Chancen, euch einen guten Platz im Bus zu sichern. Anders als in Südamerika sind Diebstähle im Bus in Costa Rica äußerst selten. Trotzdem solltet ihr natürlich immer ein besonderes Auge auf eure Wertgegenstände haben.

San Jose – La Fortuna – Monteverde

Da ihr im Normalfall aus Europa nachmittags oder abends in Costa Rica ankommt, werdet ihr für die erste Nacht vor Ort nicht um ein Hotel in San Jose drumherum kommen. Der Bus nach La Fortuna hält von der Hauptstadt aus kommend unter anderem auch in Alajuela, gleich um die Ecke vom Flughafen.

Theoretisch könntet ihr also die erste Nacht dort verbringen und dann morgens auf den Bus warten. Das hat aber den Nachteil, dass es schon recht voll sein kann und ihr im schlechtesten Fall längere Zeit stehen müsst. Zudem ist der Stopp in Alajuela mehr eine klassische Haltestelle als ein Busbahnhof. Ihr müsst also gut aufpassen, den Bus nicht zwischen den vielen dort passierenden zu verpassen. Deswegen sucht euch besser etwas im Zentrum von San Jose, dort ist auch die Auswahl an Hotels deutlich größer.

In La Fortuna ist das kleine Busterminal mitten im Ort, zu den meisten Unterkünften könnt ihr in 5 bis 10 Minuten laufen. Um teure Touren zu vermeiden, könnt ihr euch den Arenal Shuttle Pass besorgen. Er kostet nur 15 USD und ihr könnt von La Fortuna aus damit sowohl die Wasserfälle als auch die heißen Quellen, den Arenal Lake und einiges mehr erreichen.

Von La Fortuna nach Monteverde gibt es zwei Optionen. Zum einen könnt ihr die einmal am Tag verkehrende Busverbindung um den See herum und über Tronadaro nutzen, die allerdings recht lange dauert. Alternativ bringt euch morgens oder nachmittags ein Kleinbus zum See, wo ihr auf ein Boot zum anderen Ufer umsteigt. Dort wartet dann ein weiterer Kleinbus, mit dem es hinauf nach Monteverde geht. Ihr spart damit mehrere Stunden. Die Tour lässt sich für 25 USD fast überall in La Fortuna buchen.

Die meisten Reisenden übernachten in Santa Elena, ein paar Kilometer unterhalb des Nebelwaldes Monteverde. Hier findet ihr neben zahlreichen Unterkünften auch den Busbahnhof, Restaurants, Geldautomaten, Geschäfte, Bars usw. mehrmals am Tag könnt ihr direkt aus dem Ortszentrum mit dem Bus hinauf zum Naturpark fahren, wo die Wanderungen und geführten Touren durch den Nebelwald starten.

Santa Teresa – Tamarindo

Jeden Morgen fährt mindestens ein Bus von Monteverde bzw. Santa Elena nach Puntarenas, wo ihr die Fähre um 10 Uhr nach Paquera bekommt, wenn ihr gut zu Fuß durch den Ort seid oder euch einfach ein Taxi vom Busbahnhof zum Hafen nehmt. Die Überfahrt dauert etwa 75 Minuten, am Fähranleger in Paquera wartet in der Regel schon der Bus in Richtung Santa Teresa, wo ihr am frühen Nachmittag ankommt. Wer lieber nach Montezuma statt Santa Teresa möchte, steigt in Gollo Cobano um. Ihr könnt auch beide Badeorte als Tagesausflug vom jeweils anderen besuchen.

Neben dem Strand von Santa Teresa sind auch die umliegenden Playa Carmen und Playa Hermosa sicher einen Besuch wert. Auch der Tagestrip zum Cabo Blanco gehört für viele zum Pflichtprogramm.

Entlang der Küste in den Norden gibt es bis Sámara nur unbefestigte Wege und deshalb keine direkte Busverbindung. Die meisten Urlauber gönnen sich deshalb ein Shuttle, das ihr überall buchen könnt vor Ort, aber auch online vorab. Für 50 USD bringt es euch bis hinauf in den Norden zu den Badeorten westlich von Liberia. Die Fahrzeit beträgt etwa 3 bis 4 Stunden, je nachdem wohin ihr wollt.

Mit dem öffentlichen Bus müsstet ihr dagegen wieder zur Fähre, hinüber nach Puntarenas und dann mit dem Bus nach Liberia. Von dort sind es dann noch einmal bis zu 2 Stunden bis zu den Stränden. Das bedeutet frühes Aufstehen und etwa 7 bis 8 Stunden Fahrzeit.

Rund um Liberia gibt es zahlreiche Badeorte. Seit es regelmäßige Billigflieger aus den USA hierher gibt, sind die Preise gestiegen, die Qualität ist dafür vielerorts gesunken. Wer das nicht erträgt, bleibt besser in der Gegend um Santa Teresa und Montezuma und überspringt diesen Teil.

Wir finden aber, dass die Gegend trotzdem den Abstecher wert ist. Die besten Strände findet ihr um Tamarindo, Brasilito, in Coco und Hermosa. Für unsere Beispielreise haben wir uns für Tamarindo entschieden, weil es aus unserer Sicht den besten Mix bietet aus Strand, Bars, Restaurants und Sportangeboten.

Beispiel-Route auf der Karte

Quepos – Tortuguero

Von allen größeren Badeorten in Guanacaste gibt es mehrere tägliche Direktbusse nach Liberia. Ihr solltet euch für einen am Morgen entscheiden, denn es geht fast komplett von Nord nach Süd. In Liberia könnt ihr in einen Bus nach Puntarenas umsteigen. Normalerweise lassen euch die Fahrer gleich am richtigen Busbahnhof zum Umstieg raus, wenn ausnahsweise mal nicht sind es aber auch nur 5 Minuten Fußweg.

Auch in Puntarenas haben die verschiedenen Gesellschaften jeweils eigene Terminals. Wenn es euch mittags zu heiß zum Laufen ist, findet ihr für ein paar Dollar ein Taxi. Auf der Strecke weiter nach Quepos überquert ihr den Fluss Tarcoles, was an sich nicht besonders spektakulär ist. Würden nicht im Flussbecken zahlreiche Krokodile liegen,die man mit guten Augen sogar vom Bus aus sehen kann. Wer es nicht glaubt, kann an der Raststätte vor der Brücke aussteigen (rechtzeitig dem Fahrer Bescheid geben), zu Fuß über die Brücke laufen, Fotos machen und mit dem nächsten Bus weiterfahren.

Der kleine Ort Quepos ist natürlich nicht das eigentliche Ziel, die meisten Reisenden zieht es in den berühmten Nationalpark Manuel Antonio ein paar Kilometer südlich. Auf der Verbindungsstraße zum Parkeingang verkehrt mindestens stündlich ein lokaler Bus, dort finden sich auch die meisten Unterkünfte. Vergesst nicht eure Badesachen auf dem Weg in den Park, denn es gibt nicht nur jede Menge spannende Tiere zu entdecken, sondern auch super schöne Sandstrände.

Wir haben noch einen zusätzlichen Tag hier eingeplant, den ihr für einen Tagesausflug nach Uvita nutzen könnt. Die dortige Bucht mit zwei aufeinander zu führenden langen Sandstränden gleicht einer Walflosse und ist ein beliebtes Fotoziel.

Wenn ihr schon 3 Wochen in Costa Rica verbringt, solltet ihr zumindest einen kurzen Eindruck auch von der Karibikküste mitnehmen. Prinzipiell gibt es dafür zwei Optionen. Zum einen den infrastrukturell sehr gut ausgebauten südlichen Teil um Puerto Viejo, zum anderen der fast unerschlossene Norden. Wir empfehlen als Kontrast zu den vielen Badeorten am Pazifik den Besuch von Tortuguero, was nur per Boot oder über kleine Inlandsflieger möglich ist.

Zunächst müsst ihr aber zurück nach San Jose mit einem der vielen täglichen Busse. Da wir dort ohnehin eine Übernachtung eingeplant haben, reicht eine Verbindung am Nachmittag. Sucht euch wieder ein Hotel im Zentrum der Hauptstadt, dann könnt ihr den Abend für einen Spaziergang dort nutzen.

Am nächsten Morgen geht es mit dem Bus weiter nach Cariari, wo in der Regel schon der kleine Lokalbus zum Boot auf euch wartet. In La Pavona endet die Straße an einem Restaurant, in dem ihr auch die Tickets für die recht rasante Flussfahrt nach Tortuguero bekommt.

Zwischen einem Geflecht aus Flüssen, Regenwald und Meer findet ihr mehrere kleine Gästehäuser und Pensionen, Restaurants und Shops. Geld solltet ihr aber vorher abheben. Im Ort werden verschiedene Touren angeboten, von denen die Sonnenuntergangswanderung imRegenwald sicher die spannendste war. Aber auch mit dem Boot kann man allerhand entdecken, zumal es tief in die Regenwälder hinein geht. Die Strände sind feinsandig, aber dunkler als am Pazifik.

Wenn euer Flug wie in unserem Beispiel erst am späten Nachmittag oder sogar abends zurück nach Deutschland geht, schafft ihr ihn locker, wenn ihr morgens mit dem ersten Boot zurück Richtung San Jose fahrt. Wer auf Nummer sicher gehen will, baut eine Zusatzübernachtung auf dem Weg nach San Jose ein. Oder ihr entscheidet euch für den kurzen Flug mit einer kleinen Propellermaschine, die normalerweise morgens oder am Vormittag von San Jose kommt, euch am kleinen Gebäude (Terminal kann man es nicht nennen) neben der Landebahn einsammelt und bequem zurück in die Zivilisation bringt.


Hotelempfehlungen in Costa Rica

Die Hotelpreise in Costa Rica schwanken extrem. Vom Mehrbettzimmer im Hostel bis zum Luxusresort ist fast überall im Land alles dabei. Je nachdem, welches Budget ihr angedacht habt, könnt ihr bei Meta-Suchen wie Trivago recht gut filtern, was euch erwartet.

Aus eigener Erfahrung heraus haben wir uns für den Mittelweg entschieden. Ein eigenes, privates Badezimmer und Klimaanlage sind Pflicht. Ein Pool in der Anlage wäre schön. Die Bewertungen müssen mindestens sehr gut sein. Und natürlich wollen wir im Idealfall zum Bus laufen können oder zumindest nur eine kurze Taxifahrt zum Terminal haben.

Mit diesem Anforderungsprofil landet man in der Preisklasse um die 50€ pro Nacht für ein Doppelzimmer, mal ein paar Euro mehr, mal etwas weniger. Das geht aber nur, wenn man frühzeitig bucht. Costa Rica ist als teuerstes Reiseziel der Region verschrien. Der Grund dafür liegt auch darin, dass vor allem Backpacker gern spontan erst bei Ankunft am Busbahnhof entscheiden, wo sie wie lange bleiben. Und dann sind die Unterkünfte mit gutem Preis-Leistungsverhältnis natürlich schon lange ausgebucht.

Wir haben euch jeweils einen leicht vorgefilterten Link zur Stadt oder Region gesetzt. Darauf basierend könnt ihr das Datum anpassen und weitere Filter je nach euren Wünschen hinzufügen und bekommt so recht schnell ein Gefühl für die Preise in den verschiedenen Hotelkategorien.

Hotelbsp. 1 Nacht San Jose ab 22€ pP

Hotelbsp. 3 Nächte La Fortuna ab 88€ pP

Hotelbsp. 3 Nächte Monteverde ab 59€ pP

Hotelbsp. 3 Nächte Santa Teresa ab 81€ pP

Hotelbsp. 3 Nächte Tamarindo ab 96€ pP

Hotelbsp. 4 Nächte Quepos ab 106€ pP

Hotelbsp. 1 Nacht San Jose ab 35€ pP

Hotelbsp. 3 Nächte Tortuguero ab 59€ pP

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