Stockholm günstig – Tipps und Spartricks aus der Redaktion

Stockholm, die Hauptstadt Schwedens, gehört aufgrund ihrer Lage zwischen dem Mälaren-See und den Schären der Ostsee sicher zu den schönsten Städten Europas. Aber auch zu den teuersten, nicht nur was Restaurants und Hotels betrifft.

Deswegen haben wir euch einige Tipps und Tricks herausgesucht, mit denen ihr euer Budget auf der nächsten Städtereise ins „Venedig des Nordens“ schonen könnt.


Transfer vom Flughafen in die Stadt

Die meisten Reisenden erreichen Stockholm am Flughafen Arlanda, der etwa 40 Kilometer nördlich der Innenstadt liegt. Es gibt allein vier Optionen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Airport in die Stadt und zurück zu kommen, die sich preislich sehr deutlich unterscheiden. Das Taxi als fünfte Option kostet etwa 50€.

Arlanda Express

Der Schnellzug mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 Kilometern pro Stunde schafft die Strecke vom Flughafen zum Hauptbahnhof (Centralen) in unter 20 Minuten. Es gibt zwei Airport Stops, einen für Terminal 5 und einen für alle anderen Terminals. Gefahren wird im dichten Takt. Der letzte Zug verlässt den Flughafen um 1:05 Uhr, der erste Zug am Morgen startet 4:20 Uhr in der Stadt.

Ein einfaches Ticket kostet aktuell 299 SEK, also ca. 27,50€. Kauft ihr gleich eine Rückfahrkarte, spart ihr etwa 2€. Zwei gemeinsam Reisende zahlen im Moment 379 SEK pro Strecke, also knapp 35€. Kinder bis 17 sind in Begleitung der Eltern kostenlos. Je nach Saison gibt es weitere Rabatte, die ihr auf der Website erfahrt oder im Newsletter.

Die Tickets gelten nur auf der Strecke zwischen Flughafen und Stadt, nicht aber für die Weiterfahrt mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln. Deswegen lohnt sich der hohe Preis eigetlich nur, wenn ihr ein Hotel in Fußlaufweite zum Hauptbahnhof oder es super eilig habt.

Flughafenbus

Mit 99 SEK (bei Onlinebuchung), also aktuell ca. 9€, liegt der Flygbussarna preislich schon ein gutes Stück unter dem Expresszug und hat auch einige Stopps unterwegs, falls ihr nicht in die Innenstadt müsst. Außerdem gibt es auch Linien nach Bromma und Liljeholmen. In die Innenstadt geht es tagsüber alle 10 Minuten und wenn euer Flieger mal verspätet ist, wartet der letzte Bus auf euch. Genauso erreicht ihr so auch die frühmorgendlichen und seltenen nächtlichen Abflüge.

Die Fahrzeit in die Stadt beträgt etwa 45 Minuten, kann aber verkehrsbedingt auch über eine Stunde liegen, gerade in der Hauptverkehrszeit. Er hält vor den Terminals 5, 4 und zwischen 2 und 3. Wenn ihr auf dem Rückweg nicht vom Hauptbahnhof startet, solltet ihr unbedingt rechtzeitig losgehen oder vorab genau nach der Haltestelle schauen, da diese an den normalen Bushalten liegen und etwas unscheinbar sind.

Es gibt ein Familienticket für 349 SEK oneway, mit dem 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder gemeinsam fahren können. Wie auch beim Arlanda Expresszug könnt ihr allerdings auch hier die Tickets leider nicht für die Weiterfahrt im öffentlichen Nahverkehr lösen, so dass sich der Bus vor allem dann lohnt, wenn eure Unterkünft in der Nähe einer der 24 Stopps in der Stadt ist.

Pendelzug

Seit ein paar Jahren fährt der bei den Stockholmern sehr beliebte Pendeltåg auf dem Weg nach Uppsala über den Flughafen. Die Züge verkehren alle 30 Minuten von morgens bis kurz nach Mitternacht und können zum Normaltarif des örtlichen Verkehrsverbundes SL genutzt werden. Allerdings wird für die Nutzung des Flughafenbahnhofs eine Gebühr von 120 SEK erhoben, so dass ihr insgesamt auf 157 SEK, aktuell etwas mehr als 14€ kommt.

Preislich liegt ihr damit also über dem Bus, habt aber den großen Vorteil, dass ihr mit eurem Ticket auch die U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen der Stadt zur Weiterfahrt nutzen könnt. Da die Fahrzeit auch noch etwas kürzer ist und ihr mehr Umsteigepunkte habt, lohnt sich die Fahrt für viele trotz des hohen Zuschlags.

Die Züge fahren im Tiefgeschoss des Flughafens zwischen den Terminals ab, so dass ihr etwas weitere Laufwege habt als beim Expresszug und den Bussen. Einzeltickets bekommt ihr am Automaten. Wenn ihr aber ohnehin auch in der Stadt viel mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs seid, rentiert sich recht früh der Kauf einer Tageskarte (155 SEK), 72-Stunden-Karte (310 SEK) oder Wochenkarte (405 SEK) und die separate Zahlung des Zuschlags von 120 SEK für den Flughafenbahnhof.

Bus + Pendelzug

Es gibt allerdings noch einen Trick, um die 120 SEK Aufschlag für den Flughafen nicht zahlen zu müssen. Wenn ihr statt am Airport in den Pendelzug zu steigen den Lokalbus 583 nach Märsta nehmt, zahlt ihr nur den einfachen Preis für die Einzelfahrt von 37 SEK bzw. nehmt direkt eure Tages- oder Mehrtageskarte. In Märsta erreicht ihr dann eine weitere Pendelzuglinie, die euch weiterstgehend im 15-Minuten-Takt nach Stockholm bringt.

Die Busse der Linie 583 haben ebenfalls Stopps vor allen Terminals und der Umstieg in Märsta ist auf die Züge dort angepasst und kurz. Tickets müsst ihr euch allerdings vorab besorgen. Es gibt neuerdings Papiertickets für Einzelfahrten, Tages- und Dreitageskarten speziell für Besucher. Alternativ könnt ihr euch für etwa 2€ eine SL-Chipkarte kaufen und auf diese dann einen bestimmten Betrag oder bestimmte Karten wie eine Tages- oder Dreitageskarte draufladen lassen.

Ihr bekommt die Tickets an der Tourismusinformation in der Ankunftshalle. Meist viel schneller geht es aber beim Zeitungsladen (Pressbyrån), den ihr ebenfalls mehrfach am Flughafen findett. Anders als die Papierkarte könnt ihr euere SL-Karte später wiederaufladen, was recht praktisch ist, da ihr die Papierkarten nicht überall bekommt und der einfache Fahrpreis dann etwas niedriger ist. Neuerdings könnt ihr die Tickets auch einfach in der SL App kaufen. Bei unserem Test im Mai gab es allerdings immer mal Probleme, damit die Zugangsschranken bei U-Bahn oder Pendelzug zu öffnen. Dann müsst ihr es am Schalter daneben vorzeigen, der euch manuell reinlässt.


Sightseeing und Museen

Stockholm bietet jede Menge spannende Sehenswürdigkeiten und Museen. Jeder, der einmal das mittelaterliche Kriegsschiff Vasa besucht hat, das im Hafenbereich gesunken und dann später geborgen und restauriert wurde, wird bestätigen, dass die meisten schwedischen Museen sehr interaktiv gestaltet sind und kaum Langeweile aufkommt.

Die normalen Eintrittspreise liegen zwischen 100 und 200 SEK, so dass eine nicht unerhebliche Summe zusammenkommt, wenn ihr die eine oder andere Ausstellung besuchen wollt. Gleiches gilt für die Bootstouren, Stadtrundfahrten, Freizeitparks und vieles mehr, deren Preise zwischen 200 und 500 SEK liegen.

Lohnenswert kann es dann sein, sich den Stockholm Pass näher anzuschauen, wobei besonders die 3-Tages-Variante aus unserer Sicht ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet, wenn ihr so lange in der Stadt seid. Aktuell kostet dieser 1.250€ SEK, also etwa 115€. Er gilt 72 Stunden, also bei kleverer Nutzung sogar an 4 Tagen.

Neben nahezu allen Museen ist auch der Eintritt zum Königlichen Schloss in der Stadt und den vielen Sommerschlössern in der Umgebung inklusive. Dazu gibt es gratis 3 Tage im Hop On-Hop Off-Bus, viele verschiedene Bootstouren sowohl in die Ostseeschären als auch über den Mälarensee.

Leider sind sowohl das ABBA-Museum als auch der berühmte Freizeitpark Skansen nicht im Preis inklusive. Auch der öffentliche Nahverkehr ist nicht mehr im Pass drin, dafür könnt ihr jetzt bei Bestellung des Stockholm Passes eine Travelcard für 24 oder 72 Stunden zum ermäßigten Preis (ca. 30%) hinzubuchen.


Kostenlose Attraktionen in Stockholm

Auch mit ganz kleinem Budget gibt es in Stockhol einiges zu entdecken. Auch wenn ihr bei den Museen etwas flexibel sein müsst. Wir haben euch unsere Top 10 der besten kostenlosen Sehenswürdigkeiten der Stadt zusammengestellt.

1. Modernes Museum

Gerade bei schlechtem Wetter ist ein Besuch im Modernen Museum ein Muss. Und schon seit 2016 zahlt ihr dort auch keinen Eintritt mehr für die reguläre Ausstellung. Das Musum liegt wunderschön auf der Insel Skeppsholmen mitten in der Stadt.

2. Schifffahrtsmusum

Das Schifffahrtstmuseum liegt östlich der Innenstadt, ist aber gut per Bus erreichbar. Der Eintritt ist kostenlos und es gibt genug zu sehen und zu entdecken, um mehrere Stunden herumzubringen. In der Umgebung findet ihr auch den Fernsehturm mit Aussichtsplattform und viele schöne Wanderwege.

3. Långholmen Strand

Gerade bei schönem Wetter ist die Insel Långholmen im Mälarensee ein perfektes Ausflugsziel. Neben schönen Spaziergängen bietet sich auch der Strand auf Långholmen zum Sonnenbaden und Schwimmen an. Die Nutzung ist kostenlos und ihr könnt bei schönem Wetter Snacks und Getränke kaufen.

4. Djurgården

Djurgården ist sicher das bekannteste Ausflugsziel der Stockholmer. Zwar müsst ihr in den meisten Museen und Attraktionen Eintritt zahlen, wenn ihr den oben erwähnten Stockholm Pass habt. Aber gerade im östlichen Teil kann man auch super wandern, picknicken und sogar baden. Am Nachmittag fahren südlich der Insel die großen Fährschiffe nach Finnland und ins Baltikum vorbei.

5. Gamla Stan

Die Altstadt Stockholms ist vielbesucht, denn anders als im übrigen Stockholm geht es hier noch sehr mittelaterlich zu mit engen Gassen, schiefen Häusern und im Dezember dem wohl schönsten Weihnachtsmarkt Schwedens. An jeder Ecke ergibt sich ein neues Fotomotiv und wenn ihr es beim Schaufensterbummel belasst, kostet euch der Ausflug nichts.

6. Skogskyrkogården

Der Friedhof Skogskyrkogården ist nur wenigen bekannt, obwohl er sogar unter Unesco Weltkulturerbe steht. Er liegt ein gutes Stück südlich der Altstadt in wunderschöner Umgebung. Es gibt ein Visitor Center, in dem ihr auch eine Karte bekommt mit den wichtigsten Grabmälern.

7. Katarinahissen

Stockholm ist eine hügelige Stadt, die aber ohne Seilbahnen auskommt. Einzige Ausnahme ist der Katarinahissen, ein Freiluftaufzug, der vom Verkehrsknotenpunkt Slussen hinauf zum Mosebacken führt, dem Zentrum des pulsierenden Stadtteils Södermalm. Aktuell ist der komplette Bereich eine Baustelle und der Aufzug außer Betrieb. Aber ihr könnt von Süden kommend zumindest auf die Brücke steigen, die einen schönen Ausblick über die gesamte Alstadt Stockholms bietet.

8. U-Bahn-Kunst

Kunstvoll gestaltete U-Bahn-Stationen kennt man ja in erster Linie aus Russland, während die meisten Stopps in Westeuropa eher zweckmäßig erbaut sind. Uns haben es vor allem die Stationen Kungstradgarden, T-Centralen, Solna Centrum, Vreten, Tekniska Hogskolan, Hallonbergen, Stadion und Radhuset angetan.

9. Galleri Kontrast

Auch in diese Kunstgalerie dprft ihr kostenlos, Spenden sind natürlich immer gern gesehen. Die Galleri Kontrast liegt unweit vom Verkehrsknotenpunkt Slussen und lohnt sich allein schon für das wunderschöne hergerichtete Gebäude.

10. Stadtbibliothek

Und auch die Stadtbibliothek müsst ihr nicht besuchen, weil ihr ein Buch benötigt. Sehen und stauen ist hier das Motto. Mit mehr als einer halben Millionen Büchern ist sie natürlich die größte Bibliothek Schwedens.

Unterkünfte

Hotels, aber auch Pensionen und Gästehäuser sind in Stockholm recht teuer, aber günstiger als im restlichen Skandinavien. Gerade langfristig gebucht kann man sogar echte Schnäppchen machen, hat dann aber oft den Nachteil, dass die Reservierung nicht mehr stornierbar ist.

Am teuersten sind die Hotels in der Innenstadt rund um den Hauptbahnhof und die Altstadt Gamla Stan. Deutlich günstiger wird es, wenn ihr euch etwas entlang der Bahnstrecken in Nord- oder Südrichtung sucht. Die Pendelzüge sind unheimlich schnell, so dass ihr meist in 15 bis 20 Minuten in der Stadt seid. Und selbst 4* Hotels könnt ihr so schon ab 60€ pro Nacht im Doppelzimmer bekommen. Nutzt dazu einfach die Kartenfunktion, die viele Hotelportale bieten. Dort könnt ihr mit wenigen Klicks eure bevorzugten Kriterien wählen und dann einfach schauen, ob es eine Station in der Nähe gibt.

Alternativ dazu ist natürlich wie in allen Metropolen airbnb eine gute Alternative zum Hotel. Für ein Privatzimmer in guter Lage zahlt ihr aber auch hier etwa 50€, wenn ihr auf gute bis sehr gute Bewertungen achtet. Für ein komplettes Apartment in zentraler Lage müsst ihr mit etwa 100€ rechnen.

Der Vorteil hierbei ist natürlich, dass ihr euch selbst verpflegen und so einiges an Geld für Restaurantbesuche sparen könnt. Die Preise in den Supermärkten sind kaum noch höher als in Deutschland, seit LIDL den schwedischen Markt erobert hat.

Mit kleinem Budget findet ihr auch Unmengen an Hostels, teilweise liegen die Preise für 2 Personen in einem Mehrbettzimmer aber nur knapp unter denen für ein günstiges Hotel. Wer es schon immer mal ausprobieren wollte, der kann auch in einer Schiffskajüte schlafen. Gerade für Alleinreisende lohnen sich solche Unterkünfte, weil man leicht in Kontakt zu anderen Reisenden kommt.


Verpflegung

In Skandinavien ist es (noch) recht üblich, dass ihr auch beim günstigsten Hotelpreis das Frühstücksbüffet dabei habt. Zwar gibt es auch hier leider mehr und mehr Ausreißer, aber wenn ihr die Preise vergleicht, nutzt den in vielen Portalen vorhandenen Frühstücksfilter. Denn extra hinzugebucht, zahlt ihr in der Regel 15 bis 25 Euro pro Person und Tag. Ein 20€ teureres Hotel mit Frühstück kann so schnell zum Schnäppchen werden.

Habt ihr kein Frühstück dabei, ist das Pressbyrån die perfekte Anlaufstelle für einen morgendlichen Snack plus Kaffee für wenig Geld. Ihr findet eine Filiale nahezu an jeder U-Bahn- oder Pendelzug-Station sowie in den meisten Einkaufszentren. Ein Kaffee plus Zimtschnecke kosten etwa 2€. Für umgerechnet 4€ gibt es ein Sandwich plus Orangensaft. Achtet auf die Kombi-Angebote.

Vor allem in der Innenstadt gibt es auch viele Filialen von 7Eleven für einen günstigen Snack zwischendurch. Dort findet ihr auch eine recht große Auswahl an warmen Gerichten, Hot Dogs, Pizza, Teigtaschen und ähnliches. Auch hier lohnt es sich nach Menüs zu schauen, bei denen dann ein vergünstigtes Getränk im Preis drin ist.

Für das Mittagessen gibt es oft vergünstigte Angebote als „Business Lunch“ für die Angestellten der Umgebung. Natürlich könnt ihr diese auch nutzen. Meistens bekommt ihr ein Hauptgericht plus Softdrink für unter 7 bis 10 Euro. Ab und an ist auch eine Vorsuppe oder eine Nachspeise dabei. Chinesische Restaurants bieten oft ein All You Can Eat-Büffet für 10 – 15 Euro an. Je weiter ihr von der Innenstadt entfernt seid, desto günstiger sind die Preise natürlich.

Eine gute Alternative dazu sind die Salatbars in einigen Supermärkten, die es inzwischen auch im Hauptbahnhof gibt. Dort könnt ihr euch selbst alles zusammenstellen, auch einige warme Snacks sind in der Regel dabei. Bezahlt wird nach Gewicht, weswegen leichte Sachen natürlich eher lohnen.

Die weltweit vertretenen Fast Food-Ketten haben natürlich auch in Stockholm ausreichend viele Filialen. Es gibt wechselnde Sonderangebote und mit etwas Suchen findet man auch Coupons für 2=1 und ähnliches. Unser Favorit ist die einheimische Kette MAX.

Denkt daran, dass ihr hochprozentigen Alkohol (mehr als 3,5%) in Schweden nicht in normalen Supermärkten und Shops bekommt, sondern nur im staatlich kontrollierten Systembolaget. Diese haben abends meist nur bis maximal 19 Uhr geöffnet, samstags bis zum frühen Nachmittag und sonntags sowie an Feiertagen gar nicht. Wer zu spät dran ist, bekommt Alkohol danach nur noch in Restaurants und Bars zu stolzen Preisen. Nicht umsonst bringen die meisten Urlauber sich etwas aus dem Duty Free am Flughafen oder an Bord der Fähren mit.


Nachtleben in Stockholm

Wenn man mal eine Stunde in einem schwedischen Zug verbracht hat, kann man sich kaum vorstellen, dass es überhaupt ein Nachtleben in Stockholm gibt. Aber die sonst so zurückhaltenden Schweden werden an den Wochenenden sehr aktiv.

Natürlich liegt das auch an den hohen Alkoholpreisen, so dass unter der Woche kaum getrunken wird. Außerdem bekommt man Alkohol auch nur in speziellen, staatlich regulierten Läden, in Restaurants, Bars und Nachtclubs.

Aktueller Hinweis

Bis auf weiteres sind die Clubs geschlossen, Bars dürfen öffnen, wenn sie die Abstandsregelungen einhalten können.


Die Clubs haben in der Regel nur von etwa 23 Uhr bis 3 Uhr geöffnet, einige wenige auch bis 5. Entsprechend ist der Ausgehabend meist recht akribisch vorgeplant. Oft startet er mit einer Party unter Freunden zu Hause oder in einer Bar, nach der alle Tanzwütigen weiter in einen der Clubs ziehen. Manche Bars mutieren ab 11 auch selbst zum Club, getanzt wird dann überall, wo Platz ist.

Die Eintrittspreise der Clubs sind hoch, sehr hoch für deutsche Verhältnisse. Zwischen 150 und 250 SEK sind der Normalfall, also umgerechnet etwa 20€. Und da sind natürlich noch keine Getränke dabei. Je später man kommt, desto länger ist in der Regel die Warteschlange. Vor nahezu allen Clubs schauen Türsteher, dass man nicht zu betrunken ist und dem Club angemessene Kleidung trägt.

Eine einfache und gute Möglichkeit ohne den hohen Eintritt reinzukommen, ist die App Keyflow. Dort kann man sich in verschiedenen Clubs auf die Gästeliste setzen lassen. Das funktioniert erfahrungsgemäß auch sehr zuverlässig, wenn man zwischen elf und halb zwölf da ist. Wer später kommt, muss einen leeren Tag erwischen oder zahlt den regulären Eintritt.

In den Clubs kann kann wie nahezu überall in Schweden mit der Kreditkarte zahlen, vorzugsweise kontaktlos. Neigt ihr dazu, nach einem gewissen Alkoholkonsum euer Budget außer Acht zu lassen, solltet ihr euch ein Limit einrichten oder bar bezahlen. Natürlich ist gerade in den engen, lauten Clubs schnell ein Kreditkartendiebstahl oder -missbrauch möglich. Passt da also auf und nehmt am besten nur eine (Prepaid)kreditkarte mit niedrigem Limit mit.

Eine gute Nachricht gibt es aber auch. Leitungswasser bekommt ihr gratis, wenn ihr nach „Tap Water“ fragt. Und wie überall in Schweden hat es eine Qualität, die nicht selten höher ist, als wenn ihr abgepacktes Wasser in der Flasche kauft.

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