easyJet gibt innerdeutsche Flugverbindungen auf

Die britische Fluggesellschaft easyJet hatte nach der Insolvenz von Air Berlin viele Slots und Verbindungen der innerdeutschen Flüge übernommen und damit auf vielen Strecken für niedrige Preise in einem ansonsten von der Lufthansa-Gruppe dominierten Markt gesorgt.

Allerdings wurde durch zahlreiche Streichungen und Kürzungen schon recht schnell klar, dass die Flieger nicht so voll waren, wie man es sich erhofft hatte. Die Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsstrecke der Bahn durch den Thüringer Wald, die Fahrzeiten von knapp 4 Stunden zwischen Berlin und München ermöglicht, tat ihr übriges.

Auch auf vielen anderen Verbindungen scheint nicht etwas der Billigflieger Eurowings die Hauptkonkurrenz zu sein, sondern die mindestens stündlichen Taktverbindungen der DB zusammen mit zahlreichen Sparpreisaktionen und sicher auch einem erhöhten Umweltbewusstsein der Deutschen.

Deswegen kommt es jetzt wenig überraschend, dass easyJet nach der Coronakrise die übrigen innerdeutschen Flugverbindungen gar nicht erst wieder aufnimmt.

Da die Airline auch keine garantierten Umsteigeverbindungen zum Beispiel über Berlin anbietet, dürfte sich der zeitliche Verlust für die meisten in Grenzen halten. Zumal Lufthansa und Eurowings die Preise nicht beliebig erhöhen können, da auch ihnen die Konkurrenz auf der Schiene zumindest für Nonstopverbindungen zu schaffen macht.

Im europäischen Verkehr bleibt easyJet aber zumindest ab Berlin weiterhin ein wichtiger Player auf dem Markt mit deutlich mehr Direktverbindungen als die Lufthansa-Gruppe.

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