Flugrundreise Azoren: 4 Inseln + Lissabon + Porto für 176€

Hawaii Europas werden die Azoren in diversen Werbeanzeigen oft genannt. Das bezieht sich vor allem auf die abgeschiedene Lage und die spektakulären Landschaften. Vom Charme her sind die Azoren dem doch arg amerikanisch geprägten Inseln im Pazifik aber weit überlegen, wie wir finden. Und die Flugzeit liegt im erträglichen Rahmen, ihr zahlt in Euro und könnt das Internet auf eurem Handy ohne Zusatzkosten nutzen.

Ach ja… preislich liegen auch noch ein paar tausend Euro Budget zwischen den beiden Inselgruppen.

Viele Urlauber zieht es auf die größte Insel São Miguel. Was daran liegt, dass ihr dorthin die meisten Flugverbindungen habt, es die meisten Hotels gibt, also die touristische Infrastruktur am besten ausgebaut ist. Viel authentischer sind aber die vielen kleineren, weiter westlich gelegenen Inseln. Und wenn ihr in der Nachsaison unterwegs seid, ist Baden ohnehin nicht mehr der Hauptgrund. Desto mehr lohnt es sich dann, mehrere Inseln zu besuchen.

Wir haben einen äußerst komfortablen und gleichzeitig günstigen Weg dafür gefunden, den wir euch hier im Artikel vorstellen wollen. Für 176€ könnt ihr nämlich nicht nur die Flüge auf die Azoren buchen, sondern habt auch noch kurze Flüge zwischen den Inseln dabei. Und ihr könnt auf dem Weg dorthin zusätzlich Stopps in Lissabon und Porto einplanen.

Wie genau das funktioniert, findet ihr unten. Wenn euch das alles zu kompliziert vorkommt, dann schreibt uns einfach eine Nachricht. Unsere Portugal-Experten übernehmen dann gern den Planungsteil für euch, so dass ihr euch auf die Vorfreude konzentrieren könnt.

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Günstige Flüge auf die und zwischen den Azoren-Inseln buchen

SATA ist die regionale Fluglinie, die ganzjährig den Betrieb zwischen den Inseln der Azoren aufrecht erhält, aber auch Verbindungen zum Festland, nach Lissabon und Porto im Angebot hat. Zusätzlich handelt es sich hier um eine Vollservice-Airline, Aufgabegepäck ist entsprechend im Preis eingeschlossen.

Besonders interessant ist aber, dass ihr neben den zwei Hauptinseln São Miguel und Terceira weitere Direktverbindungen findet, aber auch ohne Extrakosten weiter auf die kleineren Inseln buchen könnt. Je nach Abflugtag und Ziel kann man so für teilweise extrem wenig Geld mehrtägige Routen auf einem Ticket zusammenstellen, bei denen ihr einen mehrstündigen Aufenthalt auf einer der Inseln habt.

Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und man muss eine Menge Zeit in die Recherche stecken, um das Optimum aus dieser spannenden Konstellation herauszuholen. Aber unsere zwei Beispiele hier zeigen ziemlich eindeutig, wieso sich das lohnt.

Wir haben für den „Hinflug“ eine Verbindung von Lissabon nach Pico für 45€ gefunden, bei der ihren einen Tagesstopp von 8 Stunden auf Faial und anschließend einen weiteren Aufenthalt von fast 23 Stunden auf São Miguel habt. Auf Faial kommt ihr am Vormittag an und fliegt abends weiter. Auf São Miguel kommt ihr am Abend an und habt dann den ganzen nächsten Tag für Erkundungen auf der Insel.

Den Rückweg haben wir nach 2 Nächten auf Pico von dort nach Porto gelegt, wobei es zunächst am Vormittag nach Terceira geht. Nach Ankunft dort am Mittag habt ihr fast 24 Stunden Zeit – perfekt zum Beispiel für eine Mietwagentour. Weiter geht es dann entsprechend wieder mittags nach São Miguel. Dort könnt ihr nachholen, was ihr beim ersten Stopp auf dem Hinweg nicht geschafft habt und fliegt am nächsten Morgen dann zurück aufs Festland nach Porto.

Wie gesagt, dies ist nur eine von vielen Optionen. Sowohl Lissabon und Porto als Start bzw. Ziel sind recht flexibel, genauso sind es die Inseln. Als kleiner Hinweis: Am besten eignen sich als Ziel die kleineren Inseln, da es nach São Miguel und Terceira sehr viele Direktverbindungen gibt, die das Hopping über die kleineren Inseln unnötig machen.

Auch wenn es viel Aufwand ist, der einfachste Weg ist es, die Verbindungen tageweise durchzuklicken und zu schauen, wo ihr das beste Ergebnis bekommt. Zwar könnt ihr auch einfach die Direktflüge auswählen, dann kosten allerdings die Verbindungen zwischen den Inseln deutlich mehr als wenn es auf einem Ticket gebucht ist.

Flugbsp. Lissabon – Faial – São Miguel – Pico ab 45€
Flugbsp. Pico – Terceira – São Miguel – Porto ab 22€

Günstige Flüge nach Lissabon und Porto buchen

Um noch mehr in die Reise einzubauen, haben wir bereits die Flüge oben so gelegt, dass ihr von Lissabon startet und nach Porto zurückfliegt. Entsprechend müsst ihr das auch bei euren Zubringerflügen von Deutschland aus beachten.

Die Preise der Billigflieger liegen für unser Beispiel im Oktober aktuell noch recht hoch. Hier könnt ihr mit besseren Angeboten ab Mitte / Ende August rechnen. Allerdings hat die Vorhersehbarkeit durch Corona sehr gelitten. Wer also auf einen exakten Termin angewiesen ist, sollte eventuell besser zu den traditionellen Fluggesellschaften schauen.

Lufthansa bietet aktuell das beste Preis-Leistungsverhältnis „aus einer Hand“ im Beispielzeitraum mit Direktflügen für 138€ von München bzw. 142€ von Frankfurt. In ähnlicher Preislage findet ihr auch Umsteigeverbindungen mit Lufthansa oder KLM von den meisten anderen deutschen Abflughäfen.

Wer extrem flexibel ist, kann sicher noch einiges sparen, indem man Billigflüge von verschiedenen Abflughäfen kombiniert, also zum Beispiel von Köln startet und nach Dortmund zurückfliegt. Eine weitere Sparoption ist es, hin und zurück nach Porto zu fliegen und von dort nach Ankunft einen Bus oder Zug nach Lissabon zu nehmen.

Beim Gepäck gilt überall das gleiche: Aufgabegepäck muss extra bezahlt werden. Bei Lufthansa oder KLM ist aber zumindest ein Handgepäcktrolley noch dabei, bei den Billigfliegern und inzwischen auch Eurowings müsst ihr auch den extra zahlen bei Bedarf.


Hinweise zu den Kurzaufenthalten auf den Azoren-Inseln

Alle Inseln haben ein öffentliches Busnetz, das aber nur bedingt auf die Bedürfnisse von Touristen ausgelegt ist. Vielmehr dient es vor allem den Einheimischen, um von und zur Hafenstadt der jeweiligen Insel zu kommen, die meistens auch Verwaltungssitz ist, Ärzte und Shops beheimatet. Längere Wartezeiten sind also keine Seltenheit.

Gleichzeitig sind die Inseln aber auch so klein, dass die Taxifahrten kein Vermögen kosten oder man sich sogar einen Fahrer für den Tag gönnen kann. Auf den größeren Inseln wie Terceira oder São Miguel ist dann allerdings ein Mietwagen die bessere Alternative, um in der kurzen Zeit möglichst viel zu sehen. Vor allem wenn ihr eine Übernachtung dazwischen habt und euer Hotel abseits liegt.

Wenn ihr weitere Inseln hinzufügen wollt, geht das am besten, indem ihr mehr Zeit für den „Rückflug“ von Pico aufs Festland lasst. Zwischen den Inseln dort gibt es auch in der Nachsaison noch recht regen Fährbetrieb und die Fahrten sind kürzer als nach nach Terceira oder sogar São Miguel.

Unterkünfte sind auf allen Inseln vergleichsweise preiswert, vor allem wenn ihr kein Resort benötigt. Im einfachsten Fall bietet sich ein Hotel in der Nähe der Inselhauptstadt beim Busterminal an, falls ihr keinen Mietwagen habt. Auch sonst sind die Lebenshaltungskosten kaum höher als auf dem portugiesischen Festland. Einige Grundvokabeln in Portugiesisch sind sicher eine Hilfe, aber nicht zwingend notwendig, um sich zu verständigen.

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