Die schönsten Inseln in Südostasien: Malapascua (Philippinen)

In unserer neuen Serie stellen wir euch die schönsten und spannendsten Inseln Südostasiens vor. Ihr erfahrt, wie ihr am einfachsten dorthin kommt, welche Strände das beste Badeerlebnis bieten, welche Restaurants und Hotels wir empfehlen können und was ihr unbedingt gesehen haben müsst.

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Malaspacua ist eine kleine Koralleninsel in der Visayas-See, die zur Provinz Cebu gehört. Sie ist nur etwa 2 Kilometer lang und weniger als 1 Kilometer breit. Etwa 5000 Menschen leben dauerhaft auf der Insel, die erst in den letzten Jahren touristisch bekannt geworden ist, vor allem unter Backpackern aus Asien.

Zahlreiche kleine Hotels, Gästehäuser, Restaurants und Bars wurden seitdem auf der Insel eröffnet, erst seit 2019 gibt es einen Geldautomaten auf der Insel. Inzwischen wurde die Insel mit zwei Mobilfunkmasten ausgestattet, so dass die Versorgung mit schnellem Internet gesichert ist.

Kürzere Stromausfälle gehören nach wie vor zur Tagesordnung, fast alle Unterkünfte betreiben aber einen Generator, um diese zu überbrücken. Unter Tauchern ist die Insel äußerst beliebt, seit regelmäßig Touren zur Beobachtung der hier beheimateten Fuchshaie angeboten werden.


Anreise nach Malaspacua

Die Boote nach Malapascua starten in Maya Port ganz im Norden von Cebu Island. Dorthin könnt ihr mit den tagsüber mindestens halbstündlich verkehrenden Bussen vom North Terminal in Cebu fahren bzw. unterwegs entlang der Hauptstraße zusteigen. Der Fahrpreis liegt bei umgerechnet etwa 2,50€ und die Fahrt dauert je nach Verkehrsaufkommen 4 bis 6 Stunden, wobei es aus Cebu heraus meist schneller geht als rückzu.

In Maya angekommen bringt euch der Bus entweder zum neuen oder zum alten Hafen, ohne dass ein echtes System erkennbar wäre. Praktisch spielt das keine Rolle, da die Boote nach Malapascua von beiden Anlegestellen dann übersetzen, wenn mindestens 12 Reisewillige angekommen sind. 100 Pesos, also weniger als 2€ zahlt ihr dann für die Überfahrt. Alternativ könnt ihr früher starten, wenn ihr 1500 Pesos zahlt und das Schiff sozusagen privat chartert.

Bei Ebbe kommt es recht häufig vor, dass ihr erst mit einem kleinen Ruderboot durch das seichte Wasser zum größeren Schiff gebracht werdet. Dafür kassiert der Bootsführer noch einmal ein paar Pesos extra. So oder so müsst ihr aber damit rechnen, einige Meter durch das Flachwasser zu laufen. Also unbedingt entsprechendes Schuhwerk tragen.

Hinzu solltet ihr Cebu spätestens 14 Uhr mit dem Bus verlassen, denn nach 18 Uhr finden sich in Maya kaum noch Mitstreiter ein für die Überfahrt. Entsprechend bleibt dann nur, ein Boot zu chartern. Und der Preis dafür steigt stündlich.

Auf dem Rückweg von der Insel nach Cebu geht es vor allem in den Morgenstunden zwischen 8 und 10 Uhr recht fix, die Boote für die Überfahrt zu füllen. Im Normalfall steht auch schon ein Bus am Hafen bereit, so dass ihr Cebu am Nachmittag erreicht.

Wir raten aus eigener schmerzlicher Erfahrung dringend davon ab, bei einer geplanten Flugankunft nach 9 Uhr morgens in Cebu noch am gleichen Tag weiter nach Malapascua weiterzufahren, da mehrstündige Verspätungen eher die Regel als die Ausnahme sind und ihr im schlimmsten Fall unterwegs im Norden von Cebu Island strandet und kurzfristig umplanen müsst.

Genauso würden wir am Rückreisetag von Malapascua keinen Fluganschluss vor 18 Uhr planen, denn oft steckt der Bus bei der Einfahrt in die Stadt für bis zu 2 Stunden im Stau fest. Mit dem „Bayfront Hotel Cebu“ direkt neben der SM Mall und dem „RedDoorz Premium @ Wireless Mandaue“ liegen zudem zwei preisgünstige, sehr gut bewertete Hotels nur etwa einen Kilometer vom Busbahnhof entfernt. An der SM Mall startet zudem der Flughafenbus.

Auf Malapascua gibt es keinen Straßenverkehr, sondern nur ein paar, meist sandige, Wege. Um vom Hafen oder Bootsanleger zum Hotel zu kommen, könnt ihr entweder laufen oder euch von einem der meist bereitstehenden Mopedfahrer mitnehmen lassen. Je nach Entfernung kostet der Spaß maximal 50 Pesos.

Die schönsten Strände auf Malaspacua

Im Süden und Osten der Insel findet ihr einen nahezu komplett durchgängigen Sandstrand, wo man praktisch überall schnell ins Wasser kann. Dort spielt sich auch das touristische Leben hauptsächlich ab. Beliebt gerade bei Tagesausflüglern ist auch die etwa halbstündige Wanderung in den Norden der Insel zum Langob Beach.

Die Gezeiten sind recht ausgeprägt, so dass ihr bei Ebbe teilweise etwas weiter hinauslaufen müsst, um zu schwimmen oder wenigstens bis zu den Knien im Wasser zu stehen. Im Norden haben wir nach nächtlichem Gewitter – neben allerlei Gerümpel – riesige Muscheln gefunden, die morgens an Land geschwemmt wurden. Wie überall ist die Mitnahme nur erlaubt, wenn die Muschel leer ist.

Im Nordwesten der Insel geht es teilweise recht hügelig zu mit dem Leuchtturm auf der höchsten Erhebung. In der Ecke gibt es keine Hotels und nur wenige Restaurants, dafür ein noch recht traditionelles Dorfleben und sogar eine kleine Schule. Der Westen der Insel ist von Mangroven geprägt und teilweise nur schwer zugänglich.

Restaurant- und Hotelempfehlungen auf Malaspacua

Wir haben uns beim letzten Besuch für das D‘ Avila’s Horizon Resort am Langob Beach im Norden entschieden, weil wir dem Urlaubertrubel im Süden etwas aus dem Weg gehen wollten. Und weil man morgens und abends den langen Sandstrand dort quasi für sich allein hat. Ein weiterer Vorteil ist, dass es im Hotel ein eigenes Tauchzentrum gibt.

Wie auch in den meisten Bewertungen zu sehen, schafft es das Hotel aber leider nicht, komplett zu überzeugen. Mangelhaft ist in jedem Fall der Service. Obwohl gerade morgens oder abends keine Tagesgäste da sind, dauert allein die Aufnahme der Bestellung im Restaurant ewig. Und startet auch nur, nachdem man sich mehrfach bemerkbar macht. Transfers von und zum Hafen werden nicht einmal auf Nachfrage angeboten, obwohl es sich hier um eins der wenigen Hotels handelt, bei dem man nahezu über die komplette Insel muss.

Wenn ihr darüber hinweg schauen könnt und es eher ruhig mögt, schaut euch das Hotel näher an. Wenn nicht, sucht euch besser etwas in der Nähe des Bootsanlegers im Süden. Das Hippocampus Beach Resort oder AABANA Beach & Watersport Resort sind Hotels, die wir gern empfehlen.

Beachtet, dass der Standard auf den philippinischen Inseln generell etwas niedriger ist als man es zum Beispiel von Thailand oder Bali kennt. Die Ausstattung der Zimmer ist oft etwas karg für europäische Gäste. Und die Badezimmer sind in der Regel noch etwas einfacher gehalten, oft ohne Duschkabine. Deswegen schaut euch am besten die Fotos im Idealfall auf mehreren Portalen vorab an.

Echte Restaurant-Empfehlungen zu geben, fällt etwas schwer. Denn die Geschmäcker fallen nun einmal sehr unterschiedlich aus. Preislich unterscheiden sich die meisten ohnehin nur um ein paar Pesos. Deswegen raten wir eher dazu, nach Gefühl zu entscheiden. Bummelt einfach abends von einem Restaurant zum nächsten, die meisten Hotels haben zudem ein angeschlossenes Restaurant, wenn ihr nicht ausgehen wollt.

Uns persönlich hat es sehr gut „Ocean Vida Restaurant“ geschmeckt. Als zusätzlichen Anreiz gab es dort auch eine Happy Hour. Wer Heimweh hat, geht am besten ins „Da Alfredo’s Swiss Italian German Restaurant“.

Attraktionen und Touren auf Malaspacua

Baden, Schwimmen und fast alle Arten von Wassersport sind Standard auf Malapascua. Zudem werden nahezu überall Schnorcheltrips rund um die Insel angeboten. Die Ausrüstung ist im Normalfall inklusive, der Preis hängt davon ab, wie viele Mitreisende ihr organisieren könnt. Ab 1500 Pesos gibt es ein kleines Boot für einen Halbtagstrip. Einige Agenturen und Hotels verkaufen auch Plätze an Einzelpersonen.

Ihr könnt euch für mehrere Stunden auch ein Motorrad mit Fahrer mieten, der euch zu den schönsten Plätzen der Insel bringt. Die Kosten sind überschaubar und der Preis wird ohne Fahrer nicht wirklich günstiger. Allerdings lassen sich die Plätze auch als Tagestour mit mehreren Schwimm- und Einkehrpausen erlaufen.

Wie eingangs erwähnt sind recht viele Taucher auf der Insel, um die Fuchshaie zu sehen. Mit etwas Glück könnt ihr auch Mantarochen oder sogar Hammerhaie beobachten. Die Preise sind vergleichsweise günstig. Im Normalfall reicht es auch, erst vor Ort zu reservieren. Außer ihr wollt auch gleichzeitig noch Tauchstunden nehmen oder habt nur wenig Zeit.

Cliff Jumping war über Jahre ein fester Bestandteil des Ausflugsprogrammes. Nach mehreren Unfällen wurde es aber eingeschränkt. Auch wenn ihr nach wie vor auf eigene Gefahr springen könnt.

Auf keinen Fall verpassen solltet ihr dagegen den Tagestrip nach Kalanggaman Island mit ihrer spektakulären Sandbank, die mehrere hundert Meter ins Meer hinein reicht. Zwar müsst ihr 2 Stunden Bootsfahrt von Malapascua aus über euch ergehen lassen, um auf die unbewohnte Insel weitab jeglicher Zivilisation zu kommen. Aber es lohnt sich.

Auf der Kalanggaman Island gibt es nur eine kleine Shops, keine Elektrizität und übernachten könnt ihr lediglich in kleinen Zelten. Deswegen buchen die meisten Reisenden die Tagestour für umgerechnet etwa 15€. Je nach Gezeiten geht es morgens zwischen 8 und 10 Uhr los. Nach Ankunft habt ihr etwa 1 Stunde um in Ruhe die Sandbank zu erkunden und eure Follower zu Hause mit allerlei Foto- und Videomaterial zu versorgen. Anschließend gibt es das im Preis eingeschlossene Mittagessen auf dem Boot, bevor ihr eine weitere Stunde zum Schwimmen, Schnorcheln oder Sonnenbaden habt.

Beste Reisezeit für Malapascua

Wie in den meisten Regionen der Philippinen merkt ihr auch auf Malapascua vor allem den Unterschied zwischen der Regenzeit von Juli bis Dezember und der Trockenzeit von Januar bis Juni. Wobei es auch während der trockenen Monate regelmäßig kräftig regnet. Genauso sind mehrere regenfreie Tage während der Regenzeit nicht unüblich.

Tendenziell seid ihr aber von November bis April am besten dran. In den Wochen vor Weihnachten regnet es deutlich seltener und die Preise sind sehr günstig. Ab Weihnachten wird es genauso stetig teurer wie die Regenwahrscheinlichkeit sinkt. Im Mai und Juni liegen die Temperaturen am höchsten und das Klima ist für viele Europäer kurz vor dem Start der Regenzeit schwerer zu ertragen.

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